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Stellungnahme des Bürgervereins zum Wettbewerbsverfahren rund um den Ehrlichweg

Grundsätzlich ist der erweiterte Vorstand des Bürgervereins Fasanehof - Hier leben wir e.V. weiterhin der Auffassung, dass das Gebiet des Realisierungsteils der Nachverdichtung rund um den Ehrlichweg der falsche Ort ist, um weitere Wohnungen im Fasanenhof zu bauen. Daran ändert auch das nun vorliegende Ergebnis des Wettbewerbsverfahrens nichts.

Vor dem Hintergrund, dass Stadt und Wohnbaugenossenschaften dennoch ihr unerwünschtes Vorhaben umsetzen, und nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Siegermodell stellen wir fest:

Einerseits…

…ist zwar höchst vorsichtig zu begrüßen, dass sich die im Bauzonenplan festgeschriebene Reduzierung des Umfangs der Nachverdichtung deutlich im Realisierungsteil des Siegermodells widerspiegelt und städtebauliche Aspekte, die die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Quartier erhöhen könnten, in dessen Ideenteil aufgenommen wurden.

Andererseits…

…ist aber gegenwärtig völlig offen, ob es nach der nun anstehenden Überarbeitung des Siegermodells bei dieser unbedingt notwendigen Reduzierung der Nachverdichtung auf maximal 90 Wohnungen bleibt. Denn die tatsächliche Dimension der Nachverdichtung bei Postbau und Friedenau ist ja unklar. Auch besäße etwa ein weiterer Punktbau am südwestlichen Rand des Bauzonengebietes an der Kurt-Schumacher-Straße „Wachturm-Charakter“, der das sich anschließende Wohngebiet vom Quartier räumlich abtrennen würde.

Offen ist des Weiteren, wie die schon jetzt nicht haltbare Park- und Verkehrssituation im Quartier gelöst werden soll. Hier sind die Pläne deutlich zu unbestimmt.

Und offen ist schließlich nicht zuletzt, ob sich in zehn Jahren, wenn die Neubebauung der städtischen Flächen und die städtebaulichen Vorhaben angegangen werden könnten, noch jemand an die Maßnahmen zur Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität erinnert und diese dann auch umsetzt.

Mit der Nachverdichtung wird zudem der Bau einer Kita auf dem Gelände der städtischen Fläche erforderlich, was Auswirkungen auf die dort angesiedelten DRK-Bauten hat. Hier ist umgehend zu klären, wo die DRK-Ortsgruppe mit ihrem Raum- und Flächenbedarf auf dem Gelände weiterhin unterkommt.

Klar dürfte indes sein, dass weder am Bergius- noch am Sautterweg gebaut werden wird. Diese Flächen sind daher gar nicht erst in einen Bebauungsplan aufzunehmen.

Alles in allem also: Trotz Wettbewerbsverfahren nichts Erhellendes!

Eigentlich schade, denn ein Wettbewerbsverfahren kann durchaus Potential haben. Darauf deutete wenigstens manch ein Vortrag in der ersten Planungswerkstatt hin.

Ihr

Erweiterer Vorstand des Bürgervereins Fasanehof - Hier leben wir e.V.

Die Stuttgarter Zeitung berichtet unter der Überschrift  "Das Jahr des Wartens" über die Nachverdichtung am Ehrlichweg aus der Sicht eines Bürgerredakteurs. Stuttgarter Zeitung vom 04.01.2018 

Der Bürgerverein wird alle, die gerne wissen wollen, wie es dort weitergeht auf dem Laufenden halten. Wir berichten dazu auf der Hompage und hier: Nachverdichtung

Wie die Filderzeitung am 09.01.2018 berichtet, plant auch die katholische Kirchengemeinde eine Neugestaltung ihrer Gemeindefläche. Die angedachten Pläne zum Bau eines Pflegeheims auf dem Gelände der St. Ulrich Gemeinde machen ein Gesamtentwicklungskonzept für den Fasanenhof, an dem alle Fasanenhofer beteiligt werden sollten, umso wichtiger. Sollte ein Pflegeheim dort gebaut werden, könnte die Stadt eine ihrer Bedarfsflächen umwidmen - etwa für Wohnbebauung.

Es gibt immer wieder den Wunsch auf den grosszügig gestalteten Grünflächen zwischen den Wohnhäuser nachzuverdichten, also zusätzliche Gebäude zu errichten. Der Bürgerverein lehnt dies kategorisch ab, da dadurch das Bild unseres schönen grünen Fasanenhofs nachhaltig zerstört würde!

Es gibt genügend freie Fläche die für eine Wohnbebauung genutzt werden könnte:

  • das Gelände der Schule im Ehrlichweg, die seit 2011 lehr steht und nicht mehr genutzt wird
  • Wir könnten uns auch gut vorstellen die alten Schulpavillions zwischen Bonhoefferkirche und Turn- und Versammlungshalle abzureisen, dort neue Wohnungen zu schaffen und vom Erlös ein die fasanenhofschule zu erweitern
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